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Die spinnen, die Inder. Ganz Tamil Nadu steht auf dem Kopf. Der neue in Chennai spielende Tamilwood-Film von Rajnikanth ist raus. Der Film ist nur auf Tamilisch erhaeltlich, bringt dem Schausspieler und den Kinos allerdings immense Einkuenfte (unter anderem weil jeder Tamile den Film 3-4 mal besucht). Ich war letzte Woche in dem Bolywood-Film "Jhoom Barabar Jhoom", der im uebrigen unterirdisch schlecht war. In einer parallelen Vorstellung lief "Sivaji - The Boss" und das Kino bebte. Sivaji ist so etwas wie ein Superheld ("James Bond ist ein Wurm gegen Sivaji", Zitat Inder). Bei jeder Aktion schreien die Massen auf, die Waende vibrieren, die Frauen weinen vor Glueck und wildfremde Menschen liegen sich in den Armen. BBC hat juengst einen Artikel ueber "Sivaji - Boss" veroeffentlicht:Link: Sivaji - BossUnd wisst ihr was? Morgen werde ich ein Teil der verrueckten Masse sein. Ausserirdisch.
Kancheepuram beherbergt einige der wichtigsten Tempelanlagen in Tamil Nadu. Die Tempel sind den Gottheiten des Hinduismus gewidmet, wovon es im uebrigen nur einige wenige gibt, ca. 330 Millionen. Soweit ich das im Moment ueberblicken kann, lassen sich die vielen Goetter auf drei Hauptgoetter zurueckfuehren: Shiva, Vishnu und Brahma. Die unvorstellbare Anzahl Goetter ist auf Reinkarnationen dieser drei Hauptgoetter zurueckzufuehren (vielleicht mache ich es mir auch viel zu einfach). In Kancheepuram besuchte ich vor allem den Haupttempel, der Shiva gewidmet ist. Charakteristisch fuer die Tempel sind die verschiedenen Tempeltuerme, die mit allerlei detaillierter Feinarbeit gestaltet worden sind. Auf diesen Tuermen finden sich die diversen Reinkarnationen und Symbole des Hinduismus in Stein gemeisselt. Haeufig besteht ein Tempel aus einem Hauptturm und vielen weiteren kleineren Tuermen ueber den unterschiedlichen Schreinen. Der Tempelturm Shivas Schrein ist natuerlich vergoldet. Der Zutritt fuer Nicht-Hindus ist nicht erlaubt, insofern war es fuer mich nicht moeglich Shiva persoenlich anzurufen. Shiva scheint ziemlich brutal zu sein und wird daher nicht nur Gott des Tanzes sondern auch der Zerstoerung genannt. In Wiki konnte ich folgendes nachlesen: Häufig wird Shiva als Natraj, 'König des Tanzes' im „kosmischen Tanz“ dargestellt, tanzend auf dem 'Dämon der Unwissenheit', Apasmara. Im Tanz zerstört Shiva die Unwissenheit und das Universum und schafft es wieder neu. Und dies:
Shiva wurde zunächst zum „Lieblingsgott“ der Hippies, die in den späten 60er Jahren nach Indien reisten. Viele fühlten sich vielleicht auch davon angezogen, dass eines der Kräuter, die Shiva zugeordnet werden, Ganja ist, (Hanf, Marihuana).
Vielleicht kann ich im Laufe meines Aufenthalts ein wenig mehr auf Shiva und die vielen Goetter des Hinduismus eingehen. Ich hoere naemlich taeglich die skurilsten Geschichten.
Waehrend ich an Wochenenden versuche Chennais zu verlassen, um Suedindien zu erforschen, ist die Woche von Montag bis Freitag vergleichsweise geregelt und strukturiert.
8:00 Aufstehen
8:50 Kokosmilch von Strassenverkaeufer
8:55 – 9:10 Verhandlungen mit zum Teil unverschaemten Autorickscha-Fahrern
9:30 – 18:00 Dexterity
18:00 - 19:00 Betaeubungsprogramm auf Chennais Strassen
19:00 - diverses Abendprogramm
Das Abendprogramm versuchen wir so abwechslungsreich wie moeglich zu gestalten. Am letzten Mittwoch waren wir im Bikes & Barrels, einer schnicken Hotelbar, lauter Musik, hopfenhaltigen Kaltgetraenken und vielen Auslaendern. So habe ich beispielsweise einen Deutschen kennengelernt, der hier in Chennai billige Arbeitskraft fuer seine Schuhproduktion arbeiten laesst. Unter anderem haben sie diverse Produkte der Camel-Marke in Produktion. Er ist verantwortlich fuer logistische Prozesse, Koordination, Organisation und Schulung der Mitarbeiter. Vielleicht bekomme ich bald noch mehr Einblicke in die Schuhproduktion Chennais, nutze das Wissen und werde Schuhverkaeufer ;).
Mit Vorfreude denke ich an das kommende Wochenende. Ich werde heute mit dem Nachzug nach Bangalore ins Silicon Valley Indiens fahren.Gespannt und schon ein wenig aufgeregt gruesse ich euch aus dem vieldimensionalen Madras (das soeben um eine Dimension erweitert wurde, der Schuhdimension).
Heute habe ich eine der wichtigsten Tempelstaedte in Tamil Nadu besucht. Kancheepuram. Kancheepuram ist eine staubige und geschaeftige Kleinstadt 65 km suedwestlich von Chennai. In Tamil Nadu ist es sinnvoller die Entfernung in Zeiteinheiten anzugeben. Andernfalls kann man sich erheblich verschaetzen. Zwei Stunden dauert die Busfahrt naemlich (mit ca. 6 Stopps). Sitzplatz ist Glueckssache. Allerdings nur an Start- und Zielort. Als Zusteiger ist es unmoeglich einen Sitzplatz zu bekommen. Und wenn man denkt der Bus ist voll und kann keine weiteren Passagiere aufnehmen, warten mit Sicherheit an der naechsten Haltestelle 20 weitere Menschen auf gerade diesen Bus. Natuerlich kommen auch alle mit, denn es macht ueberhaupt keinen Sinn auf den naechsten Bus zu warten (same procedure). Und so kommt man den Passagieren in der unmittelbaren Umgebung doch ziemlich Nahe. Da ich ca. zwei Koepfe groesser bin als alle anderen, verspuere ich den Druck lediglich ab Bauchnabelhoehe abwaerts ;-) und bin wohl der einzige der Stehenden, die nicht unmittelbar mit den Emissionen der anderen konfrontiert sind (bei mir dauert es ca. ne halbe Sekunde). Der Bereich um die Ausgaenge (es gibt keine Tueren) bietet am meisten Platz, u.a. weil es moeglich ist, ausserhalb des Buses zu haengen. Insbesondere im Nahverkehr waehrend der Rushhour konnte ich deshalb schon haeufig Busse mit Menschentrauben an der Aussenseite beobachten. Durch die ungleiche Gewichtsverteilung hat so ein Bus doch ein sehr eigenwilliges und deshalb gewoehnungsbeduerftiges Fahrverhalten. In den ersten ernsthaften Kurven habe ich tatsaechlich an Kaentern gedacht. Nach der Gewoehnungsphase blieb aber nur noch die Assoziation eines voellig betrunkenen Mannes mit Lieblingstorkelseite.
Und schon wieder hoere ich Gestammel hinter mir und spuere ein Klopfen auf der rechten Schulter. Der I-Kaffeeboy. Ich hoffe er will nur schliessen, Geld und nicht mehr von mir.
Teil 2 folgt Morgen o. Uebermorgen
Wikipedia stellt auf seiner Hauptseite heute eine der wichtigsten Staedte Europas vor. Dreh- und Angelpunkt im Norden Europas und Deutschlands Fenster zur Welt. Ich kann es nur begruessen das Wikipedia seine Reihe "Metropolen - ein Ueberblick" mit dieser Stadt starten laesst. Fuer alle die ihre Allgemeinbildung auf ein stabiles Fundament setzen wollen, ist dieser Artikel obligatorisch.
Link: Artikel des Tages (Sonntag 24. Juni)
... ich bin wieder da. Nachdem ich im letzten Post grossspurig angekuendigt habe, die Postfrequenz auf mindestens zweimal die Woche zu erhoehen, musste ich mir erstmal eine Auszeit von eineinhalb Wochen goennen. Zu meiner Entschuldigung kann ich allerdings schreiben, dass mich ueble Magenverstimmungen fast niedergestreckt haben. Nun gehoere auch ich zu den ueber 80% auslaendischer Touristen, die vom gemeinen Diarrhö heimgesucht wurden.
Dafuer bin ich allerdings gestaerkt zurueck. Es gibt naemlich nun auf der Oblonski-Seite folgende - aus meiner Sicht ganz gelungene - neue Features.
1. Das Bild der Woche:
Bis ich eine neue Kamera habe, wird wohl dieses grossartige Bild des graubartigen Mannes diese Rubrik anfuehren.
2. Maps:
Unter Maps finden sich Verweise auf zwei Google-Maps, die von mir mit einigen wichtigen Stuetzpunkten erweitert wurden. Ein Klick auf die Stuetzpunkte macht weitere Infos (evtl. Bilder) sichtbar. Ziel dieser bearbeiteten Karten ist es vor allem, den blossen mir wichtigen Adressen und von mir besuchten Staedten Bedeutung zuzuorden bzw. Leben einzuhauchen. So koennen Truppenbewegungen und Ortswechsel noch besser verfolgt werden. Diese Karten werden laufend erweitert.
Ohh, nun klopft mir der Internetkaffeeboy auf die Schulter. Was will er nur? ...
Schliessen.
Am Wochenende habe ich zum ersten Mal den Golf von Bengalen (mehr Infos) gesehen. Wir waren in einem fantastischen Beach-Resort (etwa 20 km suedlich von Madras) auf einer AISEC Konferenz, bei der sich die AISEC Mitarbeiter Madras zum debatieren, diskutieren und feiern getroffen haben. Der groesste Teil der Teilnehmer(innen) war zwischen 18 und 22. Mit 22 Jahren ist man hier aber schon ALUMNI, also mit Hochschulabschluss. Ich habe natuerlich ueber mein Abschlussalter geschwiegen. Hier hat sich die Bildungselite Madras versammelt, jedoch nicht nur zur Fortbildung, sondern auch um Grenzerfahrungen auf einem ganz anderen Gebiet machen. So nutzen viele Studenten dieses Wochenende, um zum ersten Mal Kontakt mit Bruder Alkohol aufzunehmen. Dank der doch sehr konservativen und religioes gepraegten Erziehung ist Alkohol in dem Alter so gut wie kein Thema. Anstatt sich aber langsam an das Thema heranzuwagen - so wie wir es kennen (hier ein Bier, dort mal vier) - gingen die AISEC Teilnehmer gleich aufs Ganze. Es wurde Whiskey getrunken. Aus der Flasche. Weitere prekaere Details will ich euch ersparen, denn jeder kann sich gut vorstellen, was die erste Flasche Whiskey im Blut von 18 Jaehrigen zierlichen Indern(innen) anrichten kann. Erst verschwindet die Muttersprache, dann die Farbe im Gesicht, dann der Koerperinhalt, .... Zurueck bleiben erbaermliche Kreaturen. Trotzdem wurde 2-3 Stunden spaeter wieder ueber die indische Kultur, ueber die Globalisierung und seine Folgen etc. debatiert. Hut ab.
Ich war im uebrigen lediglich passiver Teilnehmer. Bei den Diskussionen und Debatten ueber die indische Kultur habe ich mich tendenziell in den hinteren Reihen aufgehalten (wollte die Elite-Studenten nicht mit meinen klugen und ausgetueftelten Argumentationsketten ueberfordern :-)). Beim Alkohol- und Feierpart habe auch ich dagegen kurzzeitig aktive Rollen uebernommen. In jedem Fall war es ein sehr entspanntes, angenehmes und ruhiges Wochenende. Angenehm auch deshalb, weil ich nach einer Woche Madras endlich wieder saubere Luft einatmen konnten. Saubere Luft ist in Madras naemlich ein knappes Gut. Insbesondere in der Rushhour (also von ca. 7 - 21 Uhr) ist es nahezu unmoeglich reine Luft einzuatmen. Ich wusste gar nicht, dass Russpartikel so konzentriert auftreten koennen. Man hat das Gefuehl, dass jeder Verkehrsteilnehmer mit aller Macht versucht, dieses Gut (die reine Luft) weiter zu verknappen. Es gibt hier keine Abgasordung. Wuerde man unsere Abgasordnung hier anwenden, waeren von heut auf morgen alle motorisierten Transportgefaesse von der Strasse. Der oeffentliche Verkehr wuerde am Boden liegen. Aber: die leute koennten wieder atmen. Der Gedanke, dass wir in Deutschland ueber Staedteverbote fuer "Umweltsuender" nachdenken, ist hier so skurril, dass es eigentlich verboten ist ihn zu denken. Jeder Einwohner Madras atmet am Tag soviele Staub- und Russpartikel ein wie 80 Mio. Deutsche zusammen in einem ganzen Jahr. Die Partikel setzen sich insbesondere in den Atemwegen u. Schleimhaeuten ab, so dass ich ein stetiges Kratzen im Hals verspuere. Und seit etwa drei Stunden verspuere ich ein ebenso stetiges Verlangen nach einem kalten Kingfisher Bier ...
Fuer alle, die sich mit der Lebenssituation der Aermsten Kreaturen in Madras auseinandersetzen wollen:
Link: Verzweiflung und ein schmerzhafter Ueberlebensweg
Und hier fuer alle heiratswilligen IT-Spezialisten. Soviel schon jetzt: Die Chancen stehen ausgezeichnet, sofern ihr nur indischer Abstammung seid.
Link: India's IT marriage boom
weitere Anmerkungen:
- Habe mir fest vorgenommen zweimal die Woche die neuesten Erlebnisse zu posten (hoffe mir gelingts)
- Meine Kamera ist abhanden gekommen, insofern bin ich im Moment leider nicht in der Lage die Posts mit Bildern zu illustrieren. Da ich aber weiss, dass Bilder oft mehr als tausend Worte sagen koennen, bin ich schon auf der Suche nach einer Nachfolgerin.
Dreiraedrige Umweltsuender, hier auch Auto-Rickschas oder Autos genannt. (Ich will mehr Fotos sehen!)
Wie ich in meinem ersten Post schon angedeutet habe, hat mich am ersten Tag eine Welle aus fremden Gesichtern, fremden Geruechen und fremder Lebensweise nahezu ueberrollt. Eine Mischung aus Angst vor den Menschen und den bevorstehenden 4 Monaten sowie Sehnsucht nach bekannten Gesichtern hat mich von vormals 1.86 m auf ca. 2 cm schrumpfen lassen (also noch kleiner als Norjge, Paulchen oder Julian und nahezu so gross wie der kleine Marte*).
Arbeit:
Der erste Arbeitstag hat mich allerdings wieder wachsen lassen. Nach dem Ankunfts-Tag musste ich annehmen, dass alle Inder wild, gefraessig und obdachlos sind. Insbesondere Dank der sehr herzlichen und warmen Begruessung von Ms. Rashmi Goppalakrishnan, meiner Betreuerin, einiger Mitarbeiter und der ersten Eindruecke vom Unternehmen Dexterity (mehr Infos ueber Dexterity) hatte ich ploetzlich ein voellig gegenteiliges Bild von Indern vor Augen. Sie sind hoch gebildet, sprechen perfekt Englisch und sind offen gegenueber Neuem sowie uerberaus zuvorkommend. Wir ihr vielleicht schon bei meiner Einschaetzung ueber den Inder per se mitbekommen habt, denke ich nur in Extremen, in schwarz oder weiss, null oder eins, .... In Extremen zu denken ist in Indien gar nicht so unvorteilhaft. Im Gegenteil, es ist eine sehr hilfreiche, fast schon ueberlebenswichtige Eigenschaft.
Der Arbeitstag wird im Moment noch von Informationsrecherchen ueber Dexterity bestimmt. Werde aber in Zukunft Pravin Shekar von der Dext.unternehmensgruppe MRKPO (mehr Infos ueber MRKPO) Bericht erstatten und Entwicklungspotentiale fuer MRKPO im deutschsprachigen Raum untersuchen (ja nicht weiter drueber nachdenken).
Wohnung:
Gestern Abend bin ich in eine Wohnung von AISEC (einer Studentenorganisation) eingezogen. Eigentlich sollte ich in einem Gaestehaus von Dexterity wohnen. Da die vier derzeitigen Bewohner allerdings am Samstag ausziehen, wurde befuerchtet, dass ich mich dort sehr einsam und alleine fuehlen werde. Umgehend wurde deshalb Kontakt mit indischen AISEClern aufgebaut. In den seltensten Faellen bewegen sich Inder (per se) in ihrer Freizeit alleine und schon gar nicht wohnen sie alleine. Ich kann schon jetzt einen ganz starken Drang zur Gruppe, zur Geselligkeit erkennen. Ein junger Mitarbeiter aus Bombay hat mich mit grossen Augen angesehen (die sicher seine Fassungslosigkeit ausdruecken sollten), als ich ihm von meinem Vorhaben erzaehlt habe, alleine eine Shopping-Mall zu besuchen. "Hast du noch keine Freunde in Chennai?" (am zweiten Tag). Jedenfalls wohne ich jetzt ziemlich komfortabel in einem der besten Viertel Chennais. Komfortabel auch deshalb, weil ich mit einem Deutschen (der im uebrigen im gleichen Unternehmen arbeit) und darueberhinaus mit vielen Gleichgesinnten aus aller Welt (Suedkorea, Japan, Holland, Litauen, Malaysia ...) zusammenwohne bzw. regelmaessig in Kontakt stehen werde.
Verkehr:
Hui, das wird ein langes Kapitel (folgt im naechsten Post). Schon jetzt kann ich aber verraten, dass der Laerm und die mit Russpartikeln verseuchte Luft beteubend sind.
Vorhang zu.
... Spalt wieder auf:
Vielen, Vielen Dank fuer eure grossartigen Kommentare. Hiermit moechte ich ausdruecklich auf meinen Kommentar-Post verweisen.
und Schluss.
*Norjge ist mein treuer Weggefaerhte (ohne den ich am ersten Tag auf 0.1 cm geschrumpft waere), dessen ergeizige und selbstlose Mutter ob seiner (Norjges) Abwesenheit leidet;
Paulchen, dessen Name verpflichtet, wohnt in Rostock und demonstriert gegen den Suendenpool in Heiligendamm;
Julian springt in der Bankenmetropole Frankfurt, traeumt von seines Vaters Gehalt und trillert mit der Mama Chansons;
Marte, der mit seinem allerbesten Kompagnon (aus Ilsfeld am Neckar) ein Doppelleben fuehrt, simuliert den Untergang der Wuerttembergischen Versicherung fuer das Jahr 2050.