Donnerstag, 23. August 2007
Lebenszeichen
Es ist aber nicht so, dass ich in meinem klimatisierten Zimmer liege und zweifle. Ganz und gar nicht. In der Zwischenzeit habe ich einige grandiose Reisen gemacht und ueber 1000 Fotos geschossen. Vor drei Wochen war ich beispielsweise in Hyderabad (der 5. groessten Stadt Indiens) und eine Woche spaeter habe ich eine 5taegige Traumreise durch Kerala (Westkueste Indiens) - also known as gods own country - an den suedlichsten Zipfel Indiens (Kanyiakumarin, dort wo drei grosse Ozeane, der Indische Ozean, das Arabische Meer und der Golf von Bengalen aufeinander treffen) unternommen. Allerdings war ich nach dieser Reise voellig erschoepft und musste mir in zwei verchiedenen Krankenhaeusern eine leichte Lungenentzuendung attestieren lassen (incl. Fieber). Es ist aber nichts, worueber man sich ernsthafte Gedanken machen muss. Es ist also nicht so, dass es nichts zu berichten gibt. Ich werde naechste Woche anfangen, diese Erlebnisse aufzuarbeiten und zu posten. Die Seite wird wieder leben.
Kurz noch zu meinen weiteren Plaenen. In meinen letzten 5 Wochen werde ich nach Mumbai fliegen, einen 10taegigen Abstecher in den Norden Indiens machen (Delhi, Agra - Taj Mahal, Jaipur) und nochmal nach Kerala (zu den Teeplantagen von Munnar) fahren.
Naechste Woche gibts Reiseberichte. Versprochen.
Donnerstag, 19. Juli 2007
Ohne Worte
Freitag, 13. Juli 2007
Zitat von Mark Twain
(Soweit ich das beurteilen kann, wurde nichts unterlassen - weder vom Menschen noch von der Natur - um Indien zum aussergewoehnlichsten Land unter der Sonne zu machen. Nichts scheint vergessen und nichts uebersehen worden zu sein.)
Mittwoch, 11. Juli 2007
Bangalore und die Moderne
Bangaluru (der neue Name fuer
Die Schlafwagenabteile sind alles andere als komfortabel. Ein schmaler Gang fuehrt durch die Wagons. Rechts dieses
Die Innenstadt Bengalurus ist eine riesige Shoppingmal und hat fuer die, die nur bedingt Spass am einkaufen haben, nicht viel zu bieten, abgesehen von den fuer indische Grossstaedte aussergewoehnlich vielen Gruenflaechen und den sehr angenehmen klimatischen Bedingungen (was im uebrigen auch ein Standortfaktor fuer die Untermehmensansiedlungen war). Was die Stadt allerdings insbesondere fuer junge Leute attraktiv macht, ist die Lebensweise der Bangalurus, die im krassen Gegensatz zu der in Chennai steht. Es gibt Pubs, Discotheken und in Restaurants ist sogar Bier erhaeltlich. Zudem konnte ich tatsaechlich Frauen mit koerperbetonter Kleidung sehen und – Schock, haltet euch fest – haendehaltende Paare in der Fussgaengerzone. Ich meine sogar Paerchen gesehen zu haben, die noch einen Schritt weiter gegangen sind. Es wurde gekuesst. In Chennai waere das ein absoluter Tabubruch, eine Vergewaltigung der Sitten und eine Ohrfeige fuer jeden, der soetwas beobachten muss. Inzwischen wuerde sogar ich
Montag, 9. Juli 2007
Illustrationen
Montag, 2. Juli 2007
The boss (bachelor of social service)
Die spinnen, die Inder. Ganz Tamil Nadu steht auf dem Kopf. Der neue in Chennai spielende Tamilwood-Film von Rajnikanth ist raus. Der Film ist nur auf Tamilisch erhaeltlich, bringt dem Schausspieler und den Kinos allerdings immense Einkuenfte (unter anderem weil jeder Tamile den Film 3-4 mal besucht). Ich war letzte Woche in dem Bolywood-Film "Jhoom Barabar Jhoom", der im uebrigen unterirdisch schlecht war. In einer parallelen Vorstellung lief "Sivaji - The Boss" und das Kino bebte. Sivaji ist so etwas wie ein Superheld ("James Bond ist ein Wurm gegen Sivaji", Zitat Inder). Bei jeder Aktion schreien die Massen auf, die Waende vibrieren, die Frauen weinen vor Glueck und wildfremde Menschen liegen sich in den Armen. BBC hat juengst einen Artikel ueber "Sivaji - Boss" veroeffentlicht:
Link: Sivaji - Boss
Und wisst ihr was? Morgen werde ich ein Teil der verrueckten Masse sein. Ausserirdisch.
Freitag, 29. Juni 2007
... ist lustig (Teil 2)
Shiva wurde zunächst zum „Lieblingsgott“ der Hippies, die in den späten 60er Jahren nach Indien reisten. Viele fühlten sich vielleicht auch davon angezogen, dass eines der Kräuter, die Shiva zugeordnet werden, Ganja ist, (Hanf, Marihuana).
Vielleicht kann ich im Laufe meines Aufenthalts ein wenig mehr auf Shiva und die vielen Goetter des Hinduismus eingehen. Ich hoere naemlich taeglich die skurilsten Geschichten.
Waehrend ich an Wochenenden versuche Chennais zu verlassen, um Suedindien zu erforschen, ist die Woche von Montag bis Freitag vergleichsweise geregelt und strukturiert.
8:00 Aufstehen
8:50 Kokosmilch von Strassenverkaeufer
8:55 – 9:10 Verhandlungen mit zum Teil unverschaemten Autorickscha-Fahrern
9:30 – 18:00 Dexterity
18:00 - 19:00 Betaeubungsprogramm auf Chennais Strassen
19:00 - diverses Abendprogramm
Das Abendprogramm versuchen wir so abwechslungsreich wie moeglich zu gestalten. Am letzten Mittwoch waren wir im Bikes & Barrels, einer schnicken Hotelbar, lauter Musik, hopfenhaltigen Kaltgetraenken und vielen Auslaendern. So habe ich beispielsweise einen Deutschen kennengelernt, der hier in Chennai billige Arbeitskraft fuer seine Schuhproduktion arbeiten laesst. Unter anderem haben sie diverse Produkte der Camel-Marke in Produktion. Er ist verantwortlich fuer logistische Prozesse, Koordination, Organisation und Schulung der Mitarbeiter. Vielleicht bekomme ich bald noch mehr Einblicke in die Schuhproduktion Chennais, nutze das Wissen und werde Schuhverkaeufer ;).
Mit Vorfreude denke ich an das kommende Wochenende. Ich werde heute mit dem Nachzug nach Bangalore ins Silicon Valley Indiens fahren.
Gespannt und schon ein wenig aufgeregt gruesse ich euch aus dem vieldimensionalen Madras (das soeben um eine Dimension erweitert wurde, der Schuhdimension).








